Gelegentlich kann es beim Joggen oder aber auch einfach so beim Laufen zu einem Zehenkrampf kommen. Der Schmerz beginnt mit einem Krampfen der Zehen, zieht sich über das Fußgewölbe und verhärtet und krümmt den Fuß derart, daß ein Weitergehen nicht möglich ist und man eine Pause einlegen muss. Ein Zehenkrampf entsteht dadurch, dass die Nerven, die das Zusammenziehen der Muskeln im Fuß steuern, falsch reagieren und zu viele Signale zum Zusammenziehen durchgeben.

Was ist die Ursache eines Zehenkrampfes?

Es gibt verschiedene Ursachen:

1. Eine gestörte Blutzufuhr mit der Folge eines Sauerstoffmangels im Muskel wie zum Beispiel beim Tragen zu stramm sitzender Strümpfe oder zu engem bzw. falschen Laufschuhen

2. Ein niedriger Zuckergehalt im Muskel, was für Diabethiker interessant ist

3. Zu hoher Flüssigkeitsverlust (z.B. durch übermäßiges Schwitzen), welches zu einem gestörten Elektrolytgleichgewicht führt

4. Überlastung z. B. auf Grund schlechter konditioneller Vorbereitung und damit der Erschöpfung

5. Salzmangel in Folge salzloser Diät

6. Müdigkeit und damit der falschen und erschöpften Belastung, die auch mit guten Laufschuhen nicht ausgeglichen werden kann

7. instabilen Sprunggelenk, was eine ungleichmäßge Belastung beim Joggen und Laufen zur Folge hat

8. Logen (Muskelhüllen-) Syndrom: Gemäss neuen Untersuchungen ist bei Läufern mit Muskelproblemen in jedem 12. Fall ein Logensyndrom der Auslöser für einen Zehenkrampf. Selten wird das Logensyndrom vom Arzt erkannt.

9. Symptome können durch ein Magnesiummangel ausgelöst werden

Magnesiummangel als Grund für einene Zehenkrampf

Magnesium ist ein Mineralstoff, ohne den das Leben nicht möglich wäre. Bei uns Menschen ist dieses Mineral für mehr als 300 verschiedene Stoffwechselprozesse in unserem Körper notwendig. Unser Körper kann Magnesium leider nicht selbst herstellen, weshalb es daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden muss. Bei aktiven Menschen (z.B. Sportler, Manager) ist der Bedarf an Magnesium sehr groß. Eine ausreichende Magnesiumversorgung beträgt täglich etwa 300 Milligramm und so stellt sich die Frage, wie man diesen Bedarf deckt. Es gibt viele Magnesium- Präparate auf dem Markt, die einem der Arzt nach eingehender Untersuchung verschreiben kann. Allerdings sollte man sich nicht nur auf Tabletten verlassen. Um einem Mangel an Magnesium und damit auch den Zehenkrampf vorzubeugen, empfiehlt sich neben einer Tablette vor dem Sport auch eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung. Zusätzlich hilft es auch ein Mineralwassers mit einem hohem Magnesiumgehalt zu trinken – und zwar nicht nur beim Sport sondern immer und in ausreichender Menge.

Zehenkrampf und das Logensyndrom

Meist geht der Sportler und natürlich der behandelnde Arzt davon aus, dass es sich um gewöhnliche Muskelkrämpfe handelt, die mit einer Magnesiumkur behandelt werden können. Auch wenn diese Methode oft zum Erfolg führt, gibt es doch noch ein anderen Grund. Als Hauptursache des Logensyndroms ist meistens eine schnelle und große Steigerung des Trainingsumfangs zu finden. Die Muskeln, so klein sie auch sind, wachsen durch das Training schneller an als sich die die Muskelhaut ausdehnen kann. Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Athleten sind junge Läufer, welche ihr Trainingspensum innerhalb kürzester Zeit auf ein Mehrfaches steigern. Auch Sportler, die ihren Körper gut kennen und schon Jahre an der Grenze zum Übertraining trainieren, können von dem Syndrom befallen werden und so Zehenkrämpfe bekommen.

Bei Logensyndromen unterscheidet man  zwischen dem chronischen funktionellen Logensyndrom und dem akuten Logensyndrom. Während das akute Logensyndrom durch Druck von aussen (z.B. unfallbedingt) verursacht wird, rührt das chronische funktionelle Logensyndrom von einer andauernden Überlastung her.

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